Was ist EFT?

EFT (engl. "emotional freedom techniques"™) nach Gary Craig ist eine der am weitesten verbreiteten Methoden der sogenannten Energetischen Psychotherapie.

In Kurzform beschrieben ist EFT ein psychologische Form der Akupressur, um belastende Emotionen und Körperreaktionen zu heilen. Mit sanftem Fingerdruck oder leichtem Klopfen auf einige Akupressurpunkte an Kopf, Oberkörper und Hand - bei gleichzeitiger Einstimmung auf das belastende Symptom - werden Ängste, Spannungen, Traumata und andere belastende Reaktionen leicht gelöst. Die Ergebnisse sind oft verblüffend und in der Regel dauerhaft.

EFT lässt sich leicht in den therapeutischen Alltag integrieren oder als Selbsthilfemethode an Klienten vermitteln.

Mehr Informationen finden Sie unter "Hintergründ" > "Was ist EFT?" oder unter www.diplompsychologen.info/eft (deutsch) und www.emofree.com (englisch).

 

Was ist EmoTrance?

EmoTrance™ ist ebenfalls eine Methode der sogenannten Energetischen Psychotherapie und wurde von Silvia Hartmann entwickelt. EmoTrance™ verzichtet dabei völlig auf Vorgaben, wie das Energiesystem auszusehen hat und arbeitet auch nicht mit Akupressurpunkten. Statt dessen setzt EmoTrance völlig auf die tatsächlich spürbaren Reaktionen des Körpers und die Fähigkeit des Menschen, sein Energiesystem allein durch Intention (Absicht) zu verändern. Auch EmoTrance™ ist in der Auswirkung verblüffend und lässt sich leicht in bestehende Therapiekonzepte integrieren.

In Kürze beschrieben lernt der Anwender mit der Grundannahme "Belastende Emotionen sind nur Energien, die durch bewußte Aufmerksamkeitslenkung wieder zum Fließen gebracht werden können", wie er nahezu jede Form belastender Gefühle und Körperreaktionen verarbeiten kann, wodurch sich eine fröhliche Gelassenheit erzielen lässt.

Von der Anwendung finden sich hier Ähnlichkeiten mit Methoden der "Achtsamkeitsbasierten Psychotherapie" oder Peter Levines Methode des "Somatic Experiencing".

Hintergrundinformationen und mehr finden Sie unter "Hintergründe" > "EmoTrance " und unter www.emotrance.com (englisch).

 

Was ist Energetische Psychotherapie?

Die Energetische Psychotherapie ist ein breites Feld neuer Therapieverfahren und ~methoden, die mehr oder minder alle auf der einen Grundidee beruhen, dass der Grund für emotionale oder auch körperliche Probleme in einer Störung des körpereigenen Energiesystems liegt. Manche Verfahren der Energetischen Psychotherapie gehen dabei von einem Energiesystem aus, dass dem der Traditionellen Chinesischen Medizin oder dem Ayurveda / Yoga entspricht (Meridiane, Chakren, etc.). Andere machen keine solchen Annahmen, sondern setzen das angenommene Energiesystem eher mit Konzepten des Unbewussten gleich.

Einige Methoden der Energetischen Psychotherapie sind z.B. EFT (nach G. Craig),  EmoTrance (nach S. Hartmann), AIT (nach Asha Clinton, PhD), TAT (nach T. Flemming), BSFF (nach Dr. L. Nims), Dynamind (nach Dr. S. King). Unter Ärzten und Psychotherapeuten am bekanntesten ist EDxTM (nach Fred Gallo, PhD).

 

Sind EFT und EmoTrance wissenschaftlich anerkannte Therapieverfahren?

Zur Zeit sind  weder EFT noch EmoTrance wissenschaftlich belegt. Es gibt erste Studien, die die Wirksamkeit vor allem von EFT belegen, aber die wissenschaftliche Erforschung der Energetischen Psychotherapie steht erst am Anfang. Allerdings haben sie beide Verfahren sowohl in der therapeutischen Praxis als auch in der Selbsthilfe (bei einer Vielzahl von psychischen Störungen) regelmäßig bewährt und werden von mehreren Hunderttausend Anwendern weltweit praktiziert.

Beide Verfahren werden in Deutschland nicht von den Krankenkassen bezahlt, aber zumindest EFT wird von verschiedenen Psychotherapeutenkammern in Deutschland in sofern anerkannt, dass es für entsprechende Seminare die begehrten "Fortbildungspunkte" gibt.

 

Darf man mit einer Fortbildung in EFT oder EmoTrance psychotherapeutisch arbeiten?

Weder EFT noch EmoTrance alleine berechtigen zu therapeutischer Arbeit.Beide Techniken können aber in der Psychotherapie, in der Beratung und auch in anderen beruflichen Kontexten eingesetzt werden. Die Behandlung von psychischen Erkrankungen ist aber approbierten Psychotherapeuten, Ärzten und Heipraktikern vorbehalten.

In Deutschland dürfen nur Psychotherapeuten (Psychologische Psychotherapeuten oder Ärzte) sowie Heilpraktiker Psychotherapie durchführen. Das ist im sogenannten "Psychotherapeutengesetz" geregelt. Um Psychotherapie entsprechend diesem Gesetz ausüben zu dürfen, muss der Psychotherapeut über eine staatliche Anerkennung (Approbation) in diesem Beruf verfügen (Psychotherapeutengesetz im Wortlaut). Wer über eine entsprechende Zulasssung zur Heilkunde verfügt, darf EFT und EmoTrance auch in der Psychotherapie einsetzen und hier haben sich diese Techniken sehr bewährt. Informationen über das Studium der Psychologie und Medizin finden Sie z.B. bei der Deutschen Gesellschaft für Psychologie oder den entsprechenden Universitäten.

Wenn Sie psychotherapeutisch arbeiten wollen, ohne ein entsprechendes Studium absolviert zu haben, können Sie sich bei ihrem zuständigen Gesundheitsamt für die sogenannte "Heilpraktikerprüfung" anmelden. Diese gibt es auch mit der Spezialisierung auf Psychotherapie: "Heilpraktiker für Psychotherapie". Diese Prüfung ist nicht leicht und oft wird eine gründliche Vorbereitung empfohlen.

Ein Institut, das eine gute Vorbereitung auf die Heilpraktikerprüfung anbietet, ist das Institut für Kommunikation und Gesundheit Bernhard Tille in Bad Homburg / Frankfurt.

Wenn Sie EFT und EmoTrance ohne Heilkundeerlaubnis ausüben wollen, geht das im Bereich "Beratung, Coaching" und in der Erwachsenenbildung. Beim Coaching können Sie Personen helfen, konkrete Probleme zu überwinden oder bestimmte Ziele zu erreichen. Dann dürfen Sie das aber nicht "Therapie" oder "Psychotherapie" nennen, Sie dürfen keine Diagnosen stellen und auch keine psychischen Probleme bearbeiten, die in den Bereich Heilkunde fallen. Das wären z.B. Angststörungen, Panik, Depressionen oder ähnliches. Weitere Auskünfte dazu finden Sie bei einem der Coaching-Verbände.

EFT lässt sich auch in der Erwachsenenbildung einsetzen, so können sie z.B. in einem VHS-Kurs oder einem Seminar Entspannungsübungen anbieten. Aber auch hier dürfen Sie keine psychischen Störungen behandeln beziehungsweise Heilkunde ausüben.

 

Aktualisiert (Dienstag, den 04. Mai 2010 um 21:53 Uhr)